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Taoistische Verhaltenstherapie
Wir sehen den Menschen als ein Psycho-physio-energetisches System eingebunden in die jeweilige soziale Umgebung, wobei sich beide Systeme in einem optimalen Zustand eines dynamischen Gleichgewichtes befinden sollten.

Die konkrete taoistische Verhaltenstherapie basiert auf konditionierten Netzwerken, die im Gehirn gespeichert sind. Diese gespeicherten Netzwerke sind an ein Item oder an ein Geschehnis gekoppelt. Als Beispiel kann eine Orange genommen werden. Wenn man sich eine Orange vorstellt oder auch nur das Wort "Orange" ausspricht, wird alles aktiviert was man zu diesem Begriff je erlernt hat, z.B. verbindet man direkt eine Orange mit den Begriffen "rund", "Citrus", "Frucht" etc. Auch werden zugleich die persönlichen Erfahrungen oder Erlebnisse mit einer Orange hervorgerufen. Dieser Vorgang findet allerdings nicht im bewussten Arbeitsspeicher des Gehirns statt, denn der Arbeitsspeicher kann nur 7 bis 9 Informationen enthalten.

Trauma
Wir gehen davon aus, dass sowohl normale, schöne aber auch traumatische Erfahrungen demselben Prozess unterliegen. Alle Erfahrungen werden an den vorhandenen "Stimulus" gekoppelt. Der Stimulus kann extern, intern, körperlich und psychisch auftreten. Eine traumatische Erfahrung geht oft mit einer körperlichen Anspannung oder mit einer erhöhten Aktivität des sympathischen Nervensystems einher. Alles zusammen ergibt ein Netzwerk von Erfahrungen.

Da wir von einem Netzwerk sprechen, folgt dieses keiner hierarchischen, chronologischen oder bewusst- logischen Reaktion. Es ist möglich, dass ein Netzwerk aus sämtlichen Kopplungsstellen heraus aktiviert werden kann. Daraus resultiert, dass der Begriff "Orange" auch durch den Begriff "Citrus", "Frucht" oder "rund" hervorgerufen werden kann. Auch eine emotionale Reaktion kann durch körperliche Spannung hervorgerufen werden.

Ziel
Das Ziel der Therapie ist, die Koppelungen von den Netzwerken erneut zu "programmieren", um das gewünschte Verhalten hervorzubringen. Völlig neu "programmieren" ist hier nicht möglich, denn die alten Netzwerke kann man nicht wie Patronen austauschen, man kann sie nur verändern und die neuen Netzwerke in den Vordergrund stellen.

Man versucht das Negative an das Positive zu koppeln. Die positiven Kopplungen sind auf der physischen und der mentalen Ebene zu finden. Es ist wichtig, eine positive Umgebung zu schaffen, wo die negativen Erfahrungen, Emotionen erneut durchgearbeitet werden können.

In der Praxis arbeiten wir neben speziellen TCA Übungen mit der "1-2-1 Step" Methode unter Einbezug des VAS scale (visual analogue scale)

Schritt 1:Positive mentale und körperliche Koppelungen

Der negative Reiz (N), die Emotionen, der Schmerz und die traumatisierenden Geschehnisse sollen umgewandelt werden in eine positive (P), akzeptierende, verbale Umgebung. Diese Umgebung ist gekoppelt an einen nicht bedrängenden aber deutlichen körperlichen Anreiz (D: Druckpunkt).

N: der negative Reiz
P: positive Vorstellung / Bild
D: Druckpunkt

Schritt 2: Exposition/Desensibilisierung/Tapping
Exposition bedeutet die Auseinandersetzung/Konfrontation mit dem negativen Reiz (N). In der redundanten Wiederholung von Exposition findet "Desensibilisierung" statt. Um das negative Ereignis nun zu behandeln, koppelt man die Wiederholung des negativen mit dem "Tappen", einem nicht-bedrohenden hemmenden körperlichen Anreiz. Laut der Gate Control Theory (Melzack & Wall) geht von dem Tapping (stimulieren von Mechanorezeptoren) eine Schmerz hemmende Wirkung aus. Das Stimulieren der Mechanorezeptoren löst eine Verminderung der sympathischen Aktivität aus, was auch aus der Massage bekannt ist.

Schritt 1: Wiederholung der positiven mentalen und körperlichen Koppelungen

Diese Abfolge wird solange wiederholt, bis der VAS score abfällt.

In der folgenden Grafik sehen Sie die 5 therapeutischen Säulen der taoistischen Verhaltenstherapie analog dem 5 Phasenmodell.



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